Bertha

  Hallo Frau Leonhardt,Bertha2.jpg 
heute ist es mal an uns, Sie mit einem „Newsletter“ über Berthas Befinden auf dem Laufenden zu halten.  Zunächst einmal hoffen wir, dass Sie ein ähnlich schönes, vielleicht aber ein wenig „erholsameres“ Osterfest verlebt haben als wir. Nachdem Ihr Mann (viele Grüße auch an ihn) und Sie uns am Karfreitag verlassen haben, war Bertha zunächst ein bisschen orientierungslos, hat sich dann aber recht schnell mit Lena und Tim sowie den Stofftieren, die Sie ihr mitgegeben haben, in ihr Nestchen gelegt und ist eingeschlafen. Schon beim Aufwachen war dann aber klar: wir haben ein fünftes Familienmitglied! Obwohl wir uns zunächst alle mit unseren jeweiligen Unsicherheiten ein wenig angesteckt haben, war für Bertha die Hierarchiefrage im Rudel schnell geklärt: Tim ist der Spielkamerad und Tröster, sein Schoß die beste Kuschelecke; Lena ist die Lehrmeisterin, bei ihr klappten Befehle wie „Sitz!“, „Platz’!“ und ansatzweise sogar „Bleib’!“ fast auf Anhieb; Julia ist die Mama, zu der gelaufen wird, wenn etwas gebraucht wird oder Darm oder Blase zwackt; und der dicke Mann ist der, der sagt, wo’s lang geht, und dem nachgejault wird, wenn er tut, als sei er verärgert.
 


Seit Montag erschließt Bertha sich Schritt für Schritt die nähere Umgebung und hat bereits ihre ersten Begegnungen mit fremden Menschen und Artgenossen bravourös hinter sich gebracht, auch „geschäftlich“ geht alles bestens: ihre Häufchen hatte Bertha bisher alle in den Garten gebracht, auf der großen Hundewiese gegenüber scheint sie noch gehemmt zu sein und die Wohnung hat sie bislang vollkommen verschont; mit den liquiden Ausbringungen sieht es etwas anders aus, aber wir sind guter Dinge auch da bald 100 Prozent Freiluft-Performance zu erreichen, wenn wir es schaffen, ihre Signale im Spiel und während des Tagschlafs korrekt zu deuten. Ápropos Schlaf: Bertha hat von der ersten Nacht an in ihrem „Zimmer“ gut durchgeschlafen, wobei das Einschlafen besser gelingt, wenn „Herrchen“ dabei ist. Am Sonntagabend war sie so erschöpft, dass sie bereits im Wohnzimmer in Tiefschlaf versunken ist - sie musste dann nur noch umgebettet werden und ist erst am Montagmorgen um Viertel vor sieben wieder aufgewacht.  

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Mit ihrem fröhlichen und lebhaften Wesen passt sie bestens in unser „Rudel“ und hat auch schon  die Herzen unserer Vermieter im Sturm erobert, die kennen sie aber auch nicht, wenn sie ihre „dullen“ fünf Minuten hat: wenn sie sehr müde ist, scheint sie statt gegen den Schlaf gegen die ganze Welt ankämpfen zu müssen und sucht sich der Reihe nach alle Familienmitglieder zum „Käbbeln“ aus und gibt sich erst geschlagen, wenn der“Chef“ sie niederzwingt. Nach ausgiebigem Versöhnungsschlecken wird dann aber immer friedlich (und nicht selten gemeinsam) verschnauft.

Damit belassen wir es für heute mit den besten Grüßen

Ihre Familie Hanemann